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Großbritannien: Healey zahlt 20 Millionen Haushalten 100 Pfund Energiehilfe

In seinem ersten Haushalt erhöht Schatzkanzler John Healey den Mindestlohn um 3,9 Prozent, streicht Grundgebühren für Gas und verdoppelt die Sonderabgabe für Banken.

Archivbild: offizielles Porträt von John Healey

Archivbild · Foto: Chris McAndrew / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der britische Schatzkanzler John Healey hat am Mittwoch seinen ersten Haushalt vorgelegt und will damit vor allem die Folgen der hohen Energiepreise abfedern. Rund 20 Millionen Haushalte in den Grundsteuerklassen A bis D erhalten eine Einmalzahlung von 100 Pfund (etwa 120 Euro) direkt aufs Bankkonto; das kostet 2,6 Milliarden Pfund. Die Grundgebühren für Gas fallen weg, die gesenkte Mehrwertsteuer auf Strom gilt bis Juli weiter. Auch die Senkung der Kraftstoffsteuer um fünf Pence wird bis Juli verlängert. „Dies ist ein Haushalt für die arbeitenden Menschen“, sagte Healey.

Der gesetzliche Mindestlohn steigt um 3,9 Prozent und liegt damit erstmals über 13 Pfund pro Stunde; davon profitieren laut LBC rund 2,3 Millionen Geringverdiener. Gegenfinanziert wird unter anderem über Banken: Die Sonderabgabe auf Gewinne über 100 Millionen Pfund steigt ab Januar für 15 Monate von drei auf sechs Prozent. Ab April 2027 werden Einkünfte aus Immobilien und Ersparnissen um zwei Prozentpunkte höher besteuert. Die geplante Senkung der Obergrenze für steuerfreie Cash-ISA-Sparkonten von 20.000 auf 12.000 Pfund ist vom Tisch.

Die Haushaltsaufsicht OBR erwartet in diesem Jahr 1,2 Prozent Wachstum und im nächsten Jahr 1,0 Prozent. Die Staatsschulden liegen derzeit bei 83,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Ukraine erhält zusätzliche Unterstützung von zehn Milliarden Pfund, vor allem über Kredite und Exportgarantien. Oppositionsführerin Kemi Badenoch forderte, Healey müsse die Sozialausgaben und die Steuern senken. Kritiker warnen zudem, der höhere Mindestlohn könne Unternehmen zu Entlassungen oder Preiserhöhungen zwingen.

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