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EZB entscheidet heute über die Zinsen – Pause bei 2,5 Prozent erwartet

Nach zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr dürfte die Europäische Zentralbank den Einlagensatz unverändert lassen. Viele Ökonomen rechnen aber im Dezember mit einem weiteren Schritt auf 2,75 Prozent.

Symbolbild: Euro-Skulptur vor dem Eurotower in Frankfurt

Symbolbild · Foto: yeowatzup / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt am heutigen Donnerstag ihren Zinsentscheid bekannt. Geldmärkte erwarten keine Änderung: Der Einlagensatz dürfte bei 2,5 Prozent bleiben. Die Notenbank hatte die Zinsen 2026 bereits zweimal um je 0,25 Prozentpunkte angehoben, im Juni und im September – als Reaktion auf den Energiepreisschub infolge des Krieges im Nahen Osten.

Der Preisdruck ist deutlich gestiegen: Die Inflation im Euroraum lag im September bei 3,8 Prozent, im Februar waren es noch 2,1 Prozent. Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 18,9 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel stieg dagegen nur leicht auf 2,5 Prozent. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sagte Anfang Oktober, die Septemberdaten zeigten keinen breiten, dauerhaften Anstieg der Kerninflation. EZB-Präsidentin Christine Lagarde verwies vor dem Europaparlament darauf, dass die langfristigen Zinsen seit der letzten Sitzung deutlich gestiegen seien.

Auch der starke Anstieg der Renditen französischer Staatsanleihen hat die Finanzierungsbedingungen verschärft, schreiben die Ökonomen der Beratungsfirma RSM. Sie erwarten wie die Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten im Dezember eine letzte Erhöhung auf 2,75 Prozent. Geldmärkte preisen sogar zwei bis drei weitere Schritte in den kommenden zwölf Monaten ein. Wie es weitergeht, hängt laut RSM vor allem von den Energiemärkten ab – die Gasspeicher in Europa seien relativ niedrig, was die Märkte bei einem kalten Winter anfällig für einen Preissprung mache.

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