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Rund 80 Milliarden Dollar Quartalsgewinn: Samsung verdient fast alles mit Chips

Der operative Gewinn stieg auf 107,4 Billionen Won – fast neunmal so viel wie vor einem Jahr. Die Handysparte rutschte wegen teurer Speicherchips ins Minus, die Aktie gab deutlich nach.

Symbolbild: Silizium-Wafer mit Mikrochips

Symbolbild · Foto: DrHughManning / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Samsung Electronics hat im dritten Quartal einen Rekordgewinn erzielt. Der operative Gewinn stieg von Juli bis September auf 107,4 Billionen Won, umgerechnet rund 80 Milliarden Dollar, nach 12,2 Billionen Won ein Jahr zuvor. Das entspricht der eigenen Prognose des Konzerns vom Monatsbeginn. Der Umsatz legte laut SiliconANGLE um 127 Prozent auf 195,25 Billionen Won zu. Treiber ist die enorme Nachfrage nach Speicherchips für Rechenzentren.

Fast der gesamte Gewinn stammt aus der Halbleitersparte: Sie verdiente operativ 106,5 Billionen Won, laut Reuters das 15-Fache des Vorjahres – aber leicht unter den Erwartungen der Analysten. Die Smartphone- und Netzwerksparte rutschte dagegen in die Verlustzone, weil die gestiegenen Preise für Speicherchips ihre Margen drücken. Die Investitionen in die Chipsparte sollen dieses Jahr um 62 Prozent auf 76,8 Billionen Won steigen, im kommenden Jahr noch einmal deutlich.

Samsung erwartet, dass sich die Knappheit an Speicherchips 2027 verschärft: Die Nachfrage werde „das Angebot der Branche im Vergleich zu 2026 weit übersteigen“. Anleger reagierten trotzdem enttäuscht – die Aktie fiel in Seoul um mehr als sechs Prozent. Analyst Lee Min-hee von BNK Investment & Securities sagte, Samsung habe an seiner bisherigen Prognose nichts verändert. Neue Pläne zur Ausschüttung an Aktionäre sollen erst im Januar folgen.

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