Rumänien: Georgescu bleibt in U-Haft – Anhänger dringen ins Gerichtsgebäude ein
Das Bukarester Berufungsgericht hat die Untersuchungshaft des rechtsextremen Politikers um 30 Tage verlängert. Es geht um mutmaßlichen Betrug über 1,1 Millionen Euro. Georgescu weist alle Vorwürfe zurück.

Archivbild · Foto: Ștefan Jurcă from Munich, Germany / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der rechtsextreme rumänische Politiker Călin Georgescu bleibt in Untersuchungshaft. Das Berufungsgericht in Bukarest verlängerte sie am Mittwoch um 30 Tage bis zum 27. November und hob damit eine Entscheidung der Vorinstanz vom 13. Oktober auf, die ihn in Hausarrest entlassen hätte. Hunderte Anhänger protestierten, einige drangen in das Gerichtsgebäude ein und forderten seine Freilassung.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlichen Betrugs über 1,1 Millionen Euro. Georgescu und zwei weitere Verdächtige sollen einen rumänischen Geschäftsmann dazu gebracht haben, das Geld zu übergeben – mit dem Versprechen, ihm eine Kreditlinie von bis zu 15 Millionen Euro bei einem ausländischen Finanzinstitut zu verschaffen. Georgescu bestreitet jedes Fehlverhalten und nennt die Ermittlungen „politisch motiviert“. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Georgescu hatte im November 2024 die erste Runde der Präsidentenwahl gewonnen; die Wahl wurde wegen mutmaßlicher russischer Einflussnahme annulliert, Moskau bestreitet das. Er wurde von der Wiederholung ausgeschlossen, die im Mai 2025 Nicușor Dan gewann. In einem weiteren Verfahren wird ihm unter anderem Anstiftung zu Gewalt und die Verherrlichung faschistischer Führer der 1930er Jahre vorgeworfen. Erst in diesem Monat hatte das Parlament eine Regierung unter Luca Niculescu bestätigt.
