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Drohnen im Schwarzen Meer: Ex-Minister Tagarew fordert NATO-Konsultationen nach Artikel 4

Der frühere Verteidigungsminister aus dem Lager von Andrej Gjurow wirft der Regierung vor, zu spät zu handeln, und verlangt alliierten Schutz für die Schifffahrt.

Archivbild: Todor Tagarew als Verteidigungsminister im Pentagon

Archivbild · Foto: U.S. Deputy Secretary of Defense Kathleen H. Hicks / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Der jüngste Drohnenangriff auf einen Frachter vor der bulgarischen Küste ist zum Wahlkampfthema geworden. Der frühere Verteidigungsminister Todor Tagarew, Mitglied im Initiativkomitee von Andrej Gjurow und Georgi Kandew, forderte am Mittwochabend in der Sendung „Denjat ON AIR“ des Senders Bulgaria ON AIR, Bulgarien solle sofort Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags beantragen. So könne das Land echten alliierten Schutz für die Schifffahrt im Schwarzen Meer erhalten, sagte er laut Dunavmost.

„Die Lage eskaliert hier wirklich enorm. In dieser Situation ist unsere Regierung inadäquat“, sagte Tagarew. Er warf der Regierung vor, wegen der Wahl zu spät zu handeln und Russland nicht als Aggressor zu benennen. „Wie viele Schiffe müssen noch in unseren Gewässern sinken, damit sie echte Maßnahmen ergreifen?“, fragte er.

Artikel 4 sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn ein Mitglied seine Sicherheit bedroht sieht. Laut Tagarew wurde er in der Geschichte der NATO neunmal angewandt, unter anderem von der Türkei und Polen. Spekulationen über Artikel 5 wies er zurück und warf Ministerpräsident Rumen Radew und dessen Umfeld vor, die beiden Artikel bewusst zu vermischen. Radew und die Präsidentschaftskandidatin Ilijana Jotowa stützten sich auf prorussische Wähler, behauptete Tagarew. Die Stichwahl findet am Sonntag, 1. November, statt.

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