Gas wird ab November teurer – aber weniger als die beantragten 34 Prozent
Bulgargas korrigiert seinen Preisantrag bis Monatsende nach unten, der Regulierer entscheidet am 2. November. Strom und Fernwärme sollen zum 1. Januar nicht teurer werden.

Archivbild · Foto: Gmiliev at Bulgarian Wikipedia / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Erdgas wird in Bulgarien ab dem 1. November teurer, aber weniger stark als ursprünglich geplant. Das teilte die Energieregulierungskommission KEWR nach einer Sitzung am Mittwoch mit, wie BNT berichtet. Der staatliche Versorger Bulgargas hatte eine Erhöhung um 34 Prozent beantragt und will den Antrag bis Ende Oktober überarbeiten. Die endgültige Entscheidung fällt am 2. November. Nach KEWR-Daten ist der Gaspreis im vergangenen Jahr bereits um 41 Prozent gestiegen.
Bulgargas-Chef Georgi Tatarski betonte, der Preis seines Unternehmens liege weiterhin mehr als 40 Euro pro Megawattstunde unter den Börsenpreisen. Um einen sehr starken Anstieg zu vermeiden, greife Bulgargas auf Gas aus dem Speicher Tschiren zurück, der zu niedrigeren Preisen gefüllt worden war. International steigen die Gaspreise allerdings weiter. KEWR-Chef Plamen Mladenowski kündigte an, alle regulatorischen Mittel zu nutzen, damit Strom und Fernwärme zum 1. Januar nicht teurer werden.
Betroffen sind vor allem Haushalte, die mit Gas heizen, und Unternehmen. Ein Pizzeria-Betreiber in Warna sagte BNT, eine Erhöhung um etwa 10 Prozent sei verkraftbar, alles darüber „absolut inakzeptabel“. Der Vorsitzende des regionalen Bäckerverbands in Burgas rechnet bei einem Plus von über 30 Prozent mit rund 1 Prozent höheren Kosten für Brot – größere Sorgen bereiteten ihm aber steigende Preise für Mehl und Rohstoffe.
