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Nach Drohnenangriff vor Kaliakra: Rund 20 Container im Meer – heute Wasserproben

Der beschossene Frachter „Contship Jet“ treibt mit drei Lecks, etwa 20 Container gingen über Bord. Das Umweltministerium lässt heute an fünf Küstenorten Proben nehmen.

Symbolbild: Kap Kaliakra an der bulgarischen Schwarzmeerküste

Symbolbild · Foto: ARKADIUSZ MARKIEWICZ / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach dem Angriff mit drei Seedrohnen auf das Containerschiff „Contship Jet“ am Mittwoch prüfen die Behörden mögliche Folgen für das Schwarze Meer. Laut Marinechef Konteradmiral Kiril Michajlow wurde das Schiff etwa 16 Seemeilen östlich von Kap Kaliakra in der Anschlusszone außerhalb der bulgarischen Hoheitsgewässer getroffen. Es hat drei Lecks an der Backbordseite und treibt. Nach Angaben des Kapitäns enthielten die Container verschiedene Kraftstoffe und andere Gefahrgüter; etwa 20 fielen ins Meer. Die Marine gab Warnungen für die Schifffahrt heraus. Die Besatzung wurde gerettet und erreichte Warna; nach Angaben des Gouverneurs von Warna gibt es keine Hinweise auf Verletzte.

„Wir wissen nicht, woher sie gekommen sind“, sagte Michajlow laut BNT über die Drohnen; sie seien dort lediglich entdeckt worden. Ein französisches Patrouillenflugzeug hatte sie aufgespürt. Laut Ladeliste hatte der Frachter unter anderem Lithium-Ionen-Batterien, Säuren, brennbare Flüssigkeiten und Haushaltschemikalien geladen. Das Umweltministerium fand bei einer ersten Kontrolle bei Schabla und in der Bucht Bolata keine Ölflecken. Am heutigen Donnerstag werden in Durankulak, Schabla, Kaliakra, Bjala und Sosopol Wasserproben genommen; die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden.

Im nahen Dorf Balgarewo waren die Explosionen zu hören. „Der erste Knall war gegen 12 Uhr, der andere gegen 12.30 Uhr“, sagte Bürgermeister Georgi Janew BNT. Die Sorge wachse, „weil alles immer näher an der Küste passiert“. In dem Gebiet arbeiten Fischerboote; Anwohner fürchten zudem eine Verschmutzung des Meeres und Einbußen im Tourismus.

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