Zollstreit: Kanada erwartet keine Einigung mit den USA vor den Zwischenwahlen
Laut CBC hat Ottawa der Wirtschaft signalisiert, dass es vor der Wahl am 3. November kein Abkommen gibt. Ab Freitag erheben die USA 50 Prozent Zoll auf 100 weitere kanadische Waren.

Symbolbild · Foto: Ken Lund from Reno, Nevada, USA / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Kanada und die USA werden sich voraussichtlich nicht vor den US-Zwischenwahlen am 3. November auf ein Handelsabkommen einigen. Das berichtete der Sender CBC, zitiert von der Agentur Anadolu. Drei ungenannten Quellen zufolge haben kanadische Regierungsvertreter Branchenverbänden mitgeteilt, dass vor der Wahl kein Deal zu erwarten sei; substanzielle Verhandlungen gebe es derzeit nicht.
Kanadas Minister für den Handel mit den USA, Dominic LeBlanc, bestätigte die Linie: „Wir sind weiterhin mit den Vereinigten Staaten im Gespräch“, sagte er. Trumps Drohung vom August, Zölle auf Autos, Lkw, Autoteile und Stahl ab 1. Januar 2027 auf 50 Prozent anzuheben, sei „offensichtlich besorgniserregend“.
Unterdessen hat Washington seine Zollliste umgebaut: Eine Anordnung vom 23. Oktober setzt 100 kanadische Warenpositionen auf den 50-Prozent-Zoll und streicht 22. Die Erhebung beginnt am 30. Oktober. Nach Schätzung der Tax Foundation bleiben damit unverändert rund 22 Milliarden Dollar an Importen pro Jahr betroffen.
