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Nordkorea an UN: Seoul hat Minenexplosion „erfunden“

Pjöngjang weist die Schuld an der Explosion in der entmilitarisierten Zone zurück, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden – und droht mit Selbstverteidigung.

Symbolbild: Gemeinsame Sicherheitszone in Panmunjom, DMZ

Symbolbild · Foto: yeowatzup / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nordkoreas UN-Botschafter hat sich in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat gewandt und Südkorea vorgeworfen, die Schuld an einem „zweifelhaften Minenvorfall“ im Grenzgebiet „grundlos“ abzuwälzen. Laut der Staatsagentur KCNA nennt Pjöngjang die Vorwürfe Seouls eine „Farce“ und bezeichnet seine Befestigungsarbeiten an der Grenze als rechtmäßige Ausübung seiner Souveränität.

Am 21. September waren bei einer Explosion in der Entmilitarisierten Zone drei südkoreanische Soldaten verletzt worden; Seoul machte nordkoreanische Minen verantwortlich. In dem Brief wirft Nordkorea dem Süden zudem Warnschüsse auf seine Soldaten vor und warnt, Verletzungen seiner Souveränität könnten Selbstverteidigung auslösen.

Südkoreas Vereinigungsministerium erklärte, Pjöngjang wolle seine Befestigungsarbeiten rechtfertigen und auf den Brief reagieren, den Seoul vergangene Woche an die UN geschickt hatte. Auch das von den USA geführte UN-Kommando sieht im Verlegen der Minen einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen von 1953. Südkoreas Verteidigungsministerium hat Militärgespräche angeboten, um den genauen Grenzverlauf gemeinsam festzustellen.

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