Großbritannien sanktioniert 15 Kommandeure beider Kriegsparteien im Sudan
Die Maßnahmen betreffen sexuelle Gewalt und Kriegsverbrechen, auch bei der Belagerung von El Fasher. London sagt zudem 15 Millionen Pfund Hilfe zu.

Symbolbild · Foto: Christine Matthews / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Großbritannien hat Sanktionen gegen 15 ranghohe Kommandeure der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) und der sudanesischen Armee verhängt. Die Einreiseverbote und Vermögenssperren betreffen mutmaßliche Kriegsverbrechen und sexuelle Gewalt, unter anderem während der Belagerung von El Fasher. Unter den Betroffenen sind ein RSF-Oberst und ein Brigadegeneral der Armee.
London stellt 5 Millionen Pfund für Überlebende sexueller Gewalt und ein humanitäres Paket von 10 Millionen Pfund bereit. Außenminister Ed Miliband sagte: „Der Krieg im Sudan hat eine humanitäre Katastrophe verursacht.“ Vergewaltigung und Aushungern würden weiter als Waffen eingesetzt; ausländische Unterstützer der Kriegsparteien müssten ihre Hilfe einstellen.
Die RSF hatten El Fasher vor rund einem Jahr nach 18-monatiger Belagerung eingenommen. Ein Bericht des Centre for Information Resilience (CIR) kommt zu dem Schluss, dass beide Seiten Hunger und sexuelle Gewalt systematisch gegen Zivilisten einsetzen.
