Trump nennt Brasiliens Wahl „manipuliert“ – Flávio Bolsonaro muss Pässe abgeben
Der US-Präsident legte keine Belege vor. Der unterlegene Kandidat sagt, er dürfe das Land nicht verlassen, und will nun „die Opposition organisieren“.

Symbolbild · Foto: Annemariebr at English Wikipedia / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
US-Präsident Donald Trump hat die von Luiz Inácio Lula da Silva gewonnene Stichwahl in Brasilien am Montag ohne Belege als „manipuliert“ bezeichnet. Er nannte die Wahl „schrecklich“ und „wie eine weitere manipulierte Wahl“ und sagte: „Wahlen müssen unanfechtbar sein, und es sah für mich sehr schlecht aus.“ Zugleich betonte er, er habe „keine Partei ergriffen“.
Der unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro hatte das Ergebnis zunächst nicht anerkannt und eine Annullierung gefordert. Er kritisierte die von Cristiano Zanin, Richter am Obersten Gerichtshof, angeordnete Verlängerung der Wahl um zwei Stunden – laut Al Jazeera hatten allerdings beide Kandidaten mehr Zeit beantragt. In einem Video vom Montag sagte Bolsonaro, er dürfe Brasilien nicht verlassen und sei aufgefordert worden, seine Pässe abzugeben; nun wolle er „die Opposition organisieren“.
Glückwünsche an Lula kamen unter anderem aus Mexiko, Kanada, China, Russland und Chile sowie von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die erklärte, in Brasilien hätten Demokratie und Multilateralismus „gewonnen“.
