Wohnung in Bulgarien kostet 7,4 Jahresgehälter – in Tschechien sind es 13 bis 14
Die Wohnungspreise in Bulgarien sind seit 2020 um rund 113 Prozent gestiegen, die Einkommen um 103 Prozent. Das nötige Eigenkapital für eine Zweizimmerwohnung wuchs laut einem Banker von 22.000 auf 50.000 Euro.

Symbolbild · Foto: WikiPhilPa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wohnungen in Bulgarien sind schneller teurer geworden als die Einkommen gestiegen sind – im Vergleich zu anderen Ländern der Region aber noch relativ erschwinglich. Das sagte Iwajlo Waltschew, stellvertretender Direktor für das Privatkundengeschäft der Fibank, auf einem Immobilienforum, über das Investor.bg am 26. Oktober berichtete. Nach seinen Angaben stiegen die Preise zwischen 2020 und 2026 landesweit um rund 113 Prozent, in Sofia um 118 Prozent. Die Einkommen legten im selben Zeitraum um etwa 103 Prozent zu, die Ersparnisse um rund 93 Prozent.
Für eine Zweizimmerwohnung mit 70 Quadratmetern waren 2020 rund 6,8 bis 6,9 Brutto-Jahresgehälter nötig, 2026 sind es 7,4, so Waltschew. In Tschechien und der Slowakei liegt der Wert bei 13 bis 14, in Polen und Ungarn über 10. Das nötige Eigenkapital für eine solche Wohnung einschließlich Notargebühren und Provisionen sei von rund 22.000 Euro im Jahr 2020 auf heute etwa 50.000 Euro gestiegen. Die Verschuldung der Haushalte liegt bei etwa 25 Prozent der Wirtschaftsleistung, im EU-Schnitt bei 50 bis 60 Prozent.
Zugleich leben laut dem Banker mehr als 53 Prozent der Bulgaren zwischen 18 und 29 Jahren in überbelegten Wohnungen, im EU-Schnitt sind es 27 bis 28 Prozent. Miroslaw Wladimirow vom Maklerverbund ERA Bulgaria erwartet, dass die Hypothekenzinsen im kommenden Jahr um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte steigen und Verkäufe sowie Preisanstieg bremsen. Waltschew rechnet für 2027 mit 6 bis 8 Prozent höheren Einkommen.
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