Studie: Jeder dritte junge Erwachsene fragt KI-Chatbots nach Drogen und Alkohol
Laut einer Umfrage der Rutgers University unter 995 US-Amerikanern zwischen 18 und 29 Jahren haben 32 Prozent KI genutzt, um sich über Suchtmittel zu informieren. Die Autoren warnen vor Fehlinformationen.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Rund ein Drittel der jungen Erwachsenen in den USA nutzt KI-Chatbots, um sich über Drogen und Alkohol zu informieren. Das zeigt eine Studie der Rutgers University, die in der Fachzeitschrift JMIR Formative Research erschienen ist und am 26. Oktober vorgestellt wurde. Die Forscher befragten im April 2026 online 995 Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Demnach hatten 32 Prozent Werkzeuge wie ChatGPT, Google Gemini oder Meta AI für Fragen rund um Suchtmittel verwendet.
Fast die Hälfte dieser Nutzer tut das mindestens einmal im Monat – 12 Prozent wöchentlich, 4 Prozent täglich oder fast täglich. Knapp 93 Prozent gaben an, mehr über Risiken und Folgen erfahren zu wollen. Etwa die Hälfte suchte gezielt nach Informationen zu einzelnen Substanzen, auch zur Dosierung, 35 Prozent nach Informationen über Abhängigkeit. Fast alle (93 Prozent) nutzten für denselben Zweck auch Google. Männer und schwarze Befragte griffen häufiger zu KI als andere.
„Die Nutzung dieser Werkzeuge kann bei jungen Menschen zu falsch informiertem oder auf andere Weise riskantem Konsumverhalten führen“, warnt Erstautorin Mireia Triguero Roura, Postdoktorandin an der Rutgers University. Die Unterschiede darin, wer KI für solche Fragen nutzt, könnten nach ihren Worten auch einen unterschiedlichen Zugang zur Gesundheitsversorgung widerspiegeln. Die Studie beruht auf einer Befragung und prüft nicht, wie zutreffend die Antworten der Chatbots sind.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
