Mittelmeerdiät: Ältere haben mehr von zwei schützenden Mikroproteinen im Blut
Forscher der USC fanden mehr Humanin und SHMOOSE im Blut älterer Menschen, die sich stärker mediterran ernähren. Die Studie ist klein und zeigt einen Zusammenhang, keinen Beweis.

Symbolbild · Foto: Lemone / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ältere Menschen, die sich enger an die Mittelmeerdiät halten, haben höhere Spiegel zweier kleiner Proteine im Blut, die mit dem Schutz von Herz und Gehirn in Verbindung gebracht werden. Das zeigt eine Studie der Leonard Davis School of Gerontology an der University of Southern California (USC), die in der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition erschienen ist. ScienceDaily stellte die Ergebnisse am 24. Oktober vor.
Es geht um Humanin und SHMOOSE – Mikroproteine, die in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, gebildet werden. Frühere Studien bringen Humanin mit Insulinempfindlichkeit, Herzgesundheit und dem Schutz geistiger Fähigkeiten in Verbindung. Laut der neuen Studie ging ein höherer Verzehr von Olivenöl, Fisch und Hülsenfrüchten mit mehr Humanin einher, Olivenöl und weniger raffinierte Kohlenhydrate mit mehr SHMOOSE. Bei Teilnehmern, die sich stärker an die Diät hielten, waren zudem Marker für oxidativen Stress niedriger.
„Diese Mikroproteine könnten als molekulare Botenstoffe wirken, die das, was wir essen, in die Art übersetzen, wie unsere Zellen funktionieren und altern“, sagt Erstautor Roberto Vicinanza. Die Autoren betonen, dass die Studie relativ klein und beobachtend ist: Sie zeigt einen Zusammenhang, beweist aber nicht, dass die Ernährung die Proteinspiegel direkt erhöht oder diese vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Weitere Studien sollen folgen.
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