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Hirnchip misst Medikamentenwirkung live: KAIST-Implantat erfasst Botenstoff Acetylcholin

Ein kabelloses Implantat aus Südkorea misst den Botenstoff Acetylcholin im Gehirn und kann Nervenzellen mit Licht anregen. Getestet wurde es an Minischweinen und Mäusen – nicht am Menschen.

Archivbild: Campus des KAIST in Daejeon, Südkorea

Archivbild · Foto: Dr.aleks (en.wikipedia) / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) haben mit Partnerinstituten einen implantierbaren Neurochip entwickelt, der Veränderungen im Gehirn in Echtzeit verfolgt. Er misst elektrochemisch den Botenstoff Acetylcholin, kann Nervenzellen über eine Mikro-LED mit Licht stimulieren und sendet die Daten per Bluetooth. Die Studie erschien am 14. Oktober in der Fachzeitschrift Device (Cell Press).

Die Messschicht kombiniert poröses Chitosan mit Nanodrähten aus Silber und Platin. Bei Minischweinen wurde der Chip in den präfrontalen Kortex eingesetzt; nach Gabe des Alzheimer-Medikaments Donepezil stieg das Acetylcholin-Signal an und kehrte dann allmählich zum Ausgangswert zurück. In genetisch veränderten Mäusen erhöhte die Lichtstimulation die Acetylcholin-Signale.

Eine therapeutische Wirkung gegen Alzheimer oder eine Verbesserung des Gedächtnisses hat die Studie nicht gezeigt; vor einem Einsatz am Menschen sind laut KAIST weitere Prüfungen nötig. Projektleiter Kyung-In Jang, Professor für Maschinenbau, sieht in der Arbeit die Grundlage für Technologien, die Veränderungen im Gehirn überwachen. Jang ist zugleich CEO des von ihm gegründeten Start-ups N-Side.

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