„Ein Desaster“: Verstappen rechnet nach Austin mit Funk und Reifenwahl von Red Bull ab
Platz drei, aber kein Grund zur Freude: Max Verstappen hat nach dem Großen Preis der USA erneut über ausfallenden Boxenfunk geklagt und die Reifenstrategie seines Teams kritisiert. Auch Isack Hadjar war unzufrieden.
Foto: Liauzh / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · FORMULA 1 · youtube.com
Max Verstappen hat nach dem Großen Preis der USA deutliche Kritik an seinem Red-Bull-Team geübt. Der Niederländer wurde in Austin Dritter, lag laut offiziellem Ergebnis aber 17,485 Sekunden hinter Sieger Kimi Antonelli. Wie schon beim Rennen in Singapur zwei Wochen zuvor hatte er laut Sky Sports Probleme, sich mit seinem Renningenieur zu verständigen – unter anderem, als er Schwierigkeiten mit der Motorbremse melden wollte. „Es ist ein Desaster. Es ist wirklich frustrierend“, sagte Verstappen (übersetzt) und spottete: „Vielleicht sollten wir einfach in Gebärdensprache kommunizieren. Das ist wahrscheinlich auch billiger.“
Auch mit der Strategie war der Red-Bull-Pilot unzufrieden. Das Team holte ihn laut Crash.net früh zu einem aggressiven Zwei-Stopp-Rennen an die Box, die weicheren Reifenmischungen hätten aber „nicht wirklich gut funktioniert“. Zudem sei die Reihenfolge der Reifen falsch gewesen. Auch beim Tempo sieht er Nachholbedarf: „Wir sind nicht die Schnellsten in schnellen Kurven, wir sind nicht die Schnellsten in langsamen Kurven.“ Ein langsamer Boxenstopp kostete ihn im Duell mit Charles Leclerc um Platz zwei zusätzlich Zeit.
Teamkollege Isack Hadjar, der als Sechster ins Ziel kam, berichtete ebenfalls von schlechtem Funkempfang und davon, mit der falschen Motoreinstellung aus der Box gefahren zu sein. Auf den harten Reifen habe er pro Runde rund eine Sekunde verloren, die Kupplung brauche eine Überarbeitung. In der WM liegt Verstappen mit 236 Punkten auf Rang vier, nur sechs Zähler hinter dem Zweiten George Russell. Weiter geht es am Sonntag in Mexiko-Stadt.
