EU-Rechnungshof: Europa verfehlt Meeresschutzziele für 2030
Rund 14 Prozent der EU-Gewässer sind Schutzgebiete, streng geschützt ist aber weniger als 1 Prozent. Ziel sind 30 Prozent, davon 10 Prozent unter strengem Schutz.

Foto: de:Euseson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die EU wird ihre Meeresschutzziele für 2030 voraussichtlich verfehlen, hat der Europäische Rechnungshof am Montag gewarnt. Rund 14 Prozent der Meeresgewässer der Union sind als Schutzgebiete ausgewiesen, streng geschützt ist aber weniger als 1 Prozent. Bis 2030 sollen 30 Prozent geschützt sein, davon 10 Prozent streng.
Fangbeschränkungen gelten nur in einem kleinen Teil der Schutzgebiete. Kontrollen leiden unter Personalmangel, zu wenig Geld und langen Verwaltungsverfahren. Frankreich und Schweden kamen durch die Einbindung lokaler Gemeinschaften und neue Verbote der Grundschleppnetzfischerei voran, Irland wird durch Datenlücken und rechtliche Verzögerungen gebremst.
„Die wahre Herausforderung besteht darin, aus der Ausweisung echten Schutz zu machen“, sagte die für die Prüfung zuständige Rechnungshof-Rätin Iliana Iwanowa. Monica Verbeek von der Organisation Seas At Risk erklärte: „Wir können uns nicht noch ein Jahrzehnt ehrgeiziger Ziele mit unzureichender Umsetzung leisten.“
