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EZB-Direktor Lane: Bis zu 50 Milliarden Euro für Notenbanken außerhalb des Euroraums

Über die erweiterte Repo-Fazilität EUREP können ausländische Zentralbanken ab dem vierten Quartal Euro leihen. Mehr als 30 haben Interesse signalisiert – die EZB hofft auf eine stärkere Rolle des Euro.

Archivbild: EZB-Zentrale und Frankfurter Skyline im Morgengrauen

Archivbild · Foto: DXR / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

EZB-Direktoriumsmitglied Philip Lane hat in Shanghai für die neuen Euro-Liquiditätslinien der Europäischen Zentralbank geworben. Über die erweiterte Repo-Fazilität EUREP können Zentralbanken außerhalb des Euroraums ab dem vierten Quartal 2026 dauerhaft Euro gegen Sicherheiten leihen, bis zu 50 Milliarden Euro je Notenbank. Mehr als 30 Zentralbanken hätten bereits Interesse gezeigt, sagte Lane am Mittwoch bei einer Veranstaltung des Thinktanks CF40 und des Euro50-Forums.

„The provision of liquidity is a basic task for a central bank“, sagte Lane. Da die EZB nur an Banken im Euroraum verleihe, schlössen Repo- und Swaplinien eine Lücke und begrenzten Übertragungseffekte, wenn im Ausland plötzlich Euro knapp werden. Die Kredite kosten den Hauptrefinanzierungssatz plus Aufschlag. Swaplinien ohne Euro-Sicherheiten bleiben Ländern mit hoher Bonität vorbehalten.

Lane sieht darin auch einen Hebel für die internationale Rolle des Euro: Die Linien stärkten das Vertrauen in die Währung und könnten die Nachfrage nach Euro-Anleihen erhöhen. Eine breitere Nutzung des Euro vergrößere zudem die Reichweite der Geldpolitik und mache die Importpreise im Euroraum weniger anfällig für Schocks von außen. Lane betonte, dass er seine persönliche Sicht und nicht die des EZB-Rats wiedergebe.

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