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Immobilien in Bulgarien: Verkauf dauert jetzt zwei bis vier Monate – Käufer im Vorteil

Im dritten Quartal wurden laut Eintragungsagentur 22 Prozent weniger Immobilienverkäufe registriert. Makler Strahil Iwanow erwartet eher ein Preisplateau als einen Einbruch.

Symbolbild: Wohnblocks im Sofioter Stadtteil Sweta Troiza

Symbolbild · Foto: WikiPhilPa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der bulgarische Immobilienmarkt kühlt weiter ab. Laut Daten der Agentur für Eintragungen (Agenzija po wpiswanijata) wurden zwischen Juli und September 2026 landesweit 45.312 Immobilienverkäufe aller Art registriert – 22,1 Prozent weniger als im selben Quartal 2025 und 1,4 Prozent weniger als im zweiten Quartal. Es ist laut Ruse.news der dritte Quartalsrückgang in Folge und das schwächste dritte Quartal seit Beginn der Veröffentlichungen der Agentur 2005. In den ersten neun Monaten waren es 129.431 Verkäufe, knapp 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, berichtet Economic.bg. Makler geben allerdings zu bedenken, dass der Vergleich mit 2025 wegen der Begeisterung rund um die Euro-Einführung wenig aussagekräftig ist.

In den großen Städten zeigt sich ein ähnliches Bild: In Sofia wurden 7.282 Verkäufe eingetragen (minus 21,2 Prozent zum Vorjahr), in Plowdiw 3.354 (minus 23,9 Prozent), in Warna 2.853 (minus 26,3 Prozent). Burgas fällt aus der Reihe: Dort waren es 2.047 Verkäufe, 14,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, aber 12,6 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Die Preise sind bisher nicht gefallen: Laut Statistikamt NSI verteuerten sich Wohnungen im zweiten Quartal 2026 binnen drei Monaten um rund 4,5 Prozent und im Jahresvergleich um rund 15,5 Prozent, wie die Zeitung „Sega“ am 27. September berichtete.

Strahil Iwanow, Gründer der Maklerfirma „Jawlena“, sagte Fakti.bg (21.10.2026), ein Wohnungsverkauf dauere inzwischen zwei bis vier Monate statt wie früher wenige Wochen. Verkäufer senkten ihre Preise je nach Ausgangspreis um etwa 2.000, 5.000 oder 10.000 Euro. „Wenn der Markt auch in den nächsten zwei Quartalen weiter fällt, steuern wir definitiv auf ein Plateau zu“, so Iwanow. Einen raschen Preissturz erwartet er nicht. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet er mit rund 180.000 bis 185.000 Transaktionen. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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