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Micron einigt sich mit Gewerkschaft in Taichung – Warnstreik in Taoyuan noch offen

Der Speicherchip-Hersteller hat an seinem größten Standort in Taiwan eine Einigung mit der Gewerkschaft erzielt. Eine zweite Gewerkschaft rückte von ihrem Warnstreik am Donnerstag zunächst nicht ab.

Archivbild: Micron-Werk in Taichung, Taiwan (2023)

Archivbild · Foto: Thingreenline4546 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der US-Speicherchip-Hersteller Micron hat sich mit der Gewerkschaft an seinem größten taiwanischen Standort Taichung geeinigt. Beide Seiten erzielten am Mittwoch eine Vereinbarung und zogen sich aus einem für Donnerstag angesetzten Schlichtungstermin zurück, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Details der Einigung wurden nicht veröffentlicht; die Beschäftigten sollen gesondert informiert werden.

Unklar blieb, ob eine andere Gewerkschaft am Standort Taoyuan ihren für Donnerstag geplanten eintägigen Warnstreik wegen Boni und Gewinnbeteiligung umsetzt. Sie fordert nach Angaben von TipRanks unter Berufung auf Reuters, dass 15 Prozent von Microns operativem Gewinn an die Beschäftigten gehen. Die Gewerkschaft in Taoyuan hatte sich bis zur Veröffentlichung der Berichte nicht geäußert.

Micron beschäftigt in Taiwan rund 15.000 Menschen und fertigt dort DRAM- und HBM-Speicherchips für KI-Server; die in Taiwan gefertigten HBM-Chips gelten laut Reuters als entscheidend für den KI-Boom. Weitere führende Hersteller solcher Chips sind Samsung Electronics und SK Hynix.

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