Frankreich: Gewerkschaften rufen nach Treffen mit Lecornu zum Generalstreik auf
Die CGT und weitere Gewerkschaften sind von der Regierung enttäuscht: Laut CGT-Chefin Sophie Binet wurden keine Maßnahmen angekündigt. Sie fordert eine möglichst breite Mobilisierung am 5. November.

Archivbild · Foto: Selbymay / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach einem Treffen mit der Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu haben Frankreichs Gewerkschaften für den 5. November zu einem Generalstreik aufgerufen. Das Bündnis um die CGT wertete das Gespräch im Regierungssitz Matignon am Mittwoch als unbefriedigend, wie die Nachrichtenagentur LaPresse unter Berufung auf Le Figaro berichtete. „Der Premierminister und die Regierung haben keine Maßnahmen angekündigt“, sagte CGT-Generalsekretärin Sophie Binet.
Man sei gekommen, um „konkrete und sofortige Antworten auf die soziale Unruhe“ zu erhalten, so Binet. Sozialer Mobilisierung könne man nicht mit Sicherheitsmaßnahmen und Repression begegnen. Sie warf der Regierung vor, junge Menschen und Beschäftigte zu missachten und zu demütigen, und rief zur „größtmöglichen Mobilisierung am 5. November“ auf.
Nach den Unruhen seit dem 17. Oktober gelten in mehreren französischen Städten vorübergehende Ausgangssperren, wie The Rio Times berichtete. Binet zufolge muss nun „der Streik im Mittelpunkt stehen“.
