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Sofia baut die Metro aus: Wo die Stadt wachsen soll – und was Wohnungen dort kosten

Zehn neue Stationen bis Ende 2027, eine dritte Linie in Planung: Laut Sofiaplan zieht neue Metro Bautätigkeit an. Die Angebotspreise in den Vierteln reichen von rund 1.300 bis 3.000 Euro je Quadratmeter.

Archivbild: Metrozug an der Station Serdika II in Sofia

Archivbild · Foto: Ale.ch.geor / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Neue Metrostrecken und der Lückenschluss am Autobahnring dürften die Immobilienkarte von Sofia neu ordnen. Darauf verweist eine Analyse des Portals Business.dir.bg vom 15. Oktober, die sich auf Planungen der Stadt und der Planungsagentur Sofiaplan stützt. Demnach sollen 2026 und 2027 zehn neue Stationen hinzukommen; das Netz wüchse damit auf rund 61 Kilometer und 57 Stationen. Geplant sind Verlängerungen von Ljulin zum Ring (2 Kilometer, 2 Stationen), in die Studentenstadt (5 Kilometer, 5 Stationen) und mit drei Stationen bis zur Talstation des Simeonowo-Lifts. Die Station „Pantscho Wladigerow“ ist laut Bildunterschrift zu 90 Prozent fertig.

Weitere Verlängerungen nach Obelja und Slatina werden vorbereitet. Ein dritter Metro-Durchmesser von etwa sechs Kilometern über Geo Milew, Assen Jordanow, das Gebiet um die Arena Armeec und den Zarigradsko Schose ist in die Änderung des Generalbebauungsplans aufgenommen. Im September 2026 billigte zudem der Nationale Expertenrat den Bebauungsplan für den letzten unfertigen Abschnitt des Sofioter Autobahnrings. Laut Sofiaplan führt der Bau einer neuen Metro üblicherweise zu mehr Bau- und Investitionstätigkeit. Gebaut wird derzeit vor allem im Süden – in Witoscha, Manastirski liwadi, Malinowa dolina und Simeonowo.

Die Preise gehen weit auseinander. Laut Angebotsdaten des Portals Imot.bg mit Stand 1. Oktober 2026 – also verlangten, nicht tatsächlich gezahlten Preisen – kosteten Wohnungen in Belite brezi rund 3.021 Euro je Quadratmeter, in Borowo rund 2.984, in Benkowski rund 2.204 und in Botunez rund 1.302 Euro. Als langfristige Entwicklungsgebiete im Norden nennt die Analyse Nadeschda, Ilijanzi, Benkowski, Lewski und Wraschdebna. Zugleich kühlt der Markt ab: Laut Registeragentur wurden im dritten Quartal 2026 in Sofia 7.282 Immobilienverkäufe eingetragen, 21,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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