Forsa: AfD steigt auf 27 Prozent – nur elf Prozent mit Merz zufrieden
Im RTL/ntv-Trendbarometer legen AfD und Union je einen Punkt zu. 56 Prozent der Befragten rechnen mit einem vorzeitigen Ende der Koalition aus Union und SPD.

Archivbild · Foto: Ansgar Koreng / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)
Die AfD bleibt im neuen RTL/ntv-Trendbarometer des Instituts Forsa stärkste Kraft. Sie kommt auf 27 Prozent und damit auf einen Punkt mehr als in der Vorwoche. CDU/CSU legen ebenfalls um einen Punkt auf 20 Prozent zu. Die Grünen bleiben bei 17 Prozent, die SPD verliert einen Punkt auf 13 Prozent, die Linke einen Punkt auf 11 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 4 Prozent, sonstige Parteien kommen zusammen auf 8 Prozent. Forsa befragte vom 13. bis 19. Oktober 2.502 Wahlberechtigte; 25 Prozent sind unentschlossen oder wollen nicht wählen.
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind laut Umfrage nur 11 Prozent zufrieden, 87 Prozent äußern sich negativ. Selbst unter den Anhängern der Union sind 62 Prozent unzufrieden. In einer zusätzlichen Befragung vom 16. und 19. Oktober mit 1.009 Teilnehmern erwarten 56 Prozent, dass die Koalition aus Union und SPD vor dem regulären Ende der Wahlperiode zerbricht. 40 Prozent glauben, dass sie hält. Unter den AfD-Anhängern rechnen 77 Prozent mit einem vorzeitigen Aus.
Bei der Frage nach der politischen Kompetenz trauen 14 Prozent am ehesten der AfD zu, mit den Problemen des Landes fertigzuwerden – laut Forsa ihr bisher bester Wert. Die Union kommt auf 9 Prozent, SPD und Grüne auf je 6 Prozent, die Linke auf 5 Prozent. 57 Prozent sehen keine Partei dazu in der Lage. Als wichtigstes Thema nannten die Befragten die Lage der Koalition (37 Prozent), vor dem Krieg in der Ukraine (24 Prozent) und der wirtschaftlichen Lage (20 Prozent).
