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Jugendoffiziere: Pistorius nennt Berliner Pläne „Signal gegen die Bundeswehr“

Linke, Grüne und SPD wollen die Kooperation der Berliner Bildungsverwaltung mit der Bundeswehr beenden. Der Verteidigungsminister nennt das „völlig unverständlich“, auch der Wehrbeauftragte Otte übt scharfe Kritik.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (Archivbild, 2025)

Archivbild · Foto: U.S. Secretary of Defense / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die Pläne von Linken, Grünen und SPD in Berlin kritisiert, die Zusammenarbeit der Bildungsverwaltung mit der Bundeswehr aufzukündigen. Es sei „völlig unverständlich, eine erst im Juni dieses Jahres geschlossene Kooperationsvereinbarung zu beenden“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Die Vereinbarung regelt Besuche von Jugendoffizieren, die an Schulen über Sicherheitspolitik und den Auftrag der Bundeswehr sprechen. Das Vorhaben steht im Sondierungspapier der drei Parteien.

Ein Aus der Jugendoffiziere an Berliner Schulen würde dies zwar vermutlich nicht bedeuten, räumte Pistorius ein. Schulen müssten aber immer wieder selbst prüfen, wen sie einladen dürfen, Lehrkräfte könnten verunsichert werden. „Die Beendigung der Kooperationsvereinbarung in Berlin wäre ein Signal gegen die Bundeswehr und ihren wichtigen Auftrag“, erklärte der Minister. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte, es gehe nicht um Werbung oder Rekrutierung.

Der Wehrbeauftragte Henning Otte sieht in dem Vorhaben laut „Focus“ ein „gestörtes Verhältnis zu unserer Truppe“ und eine „sicherheitspolitische Fehleinschätzung“. Nach Angaben des Ministeriums gab es 2024 bundesweit knapp 5.590 solcher Veranstaltungen mit rund 164.600 Teilnehmenden.

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