Schutz am Schwarzen Meer: Bulgarien erwartet noch diese Woche eine Antwort der Nato
Sofia hat die Verbündeten in zwei Briefen um Luftüberwachung, Patrouillenflüge und Flugabwehr gebeten. Was kommt, sei noch offen, sagt Verteidigungsminister Stojanow.

Symbolbild · Foto: Ashley Wood, U.S. Air Force / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Bulgarien rechnet bis Ende der Woche mit Klarheit darüber, welche zusätzlichen Kräfte die Nato zum Schutz an der Schwarzmeerküste bereitstellt. Das sagte Verteidigungsminister Dimitar Stojanow am Sonntag am Rande einer Zeremonie zum Tag der Fallschirmjäger in Sofia. Es sei noch zu früh, um zu sagen, was genau Bulgarien erhalte; weitere Gespräche stünden an, zitiert ihn die Nachrichtenagentur BTA.
Sofia hat demnach zwei Briefe an die Verbündeten geschickt, Ende August und am 13. Oktober. Erbeten werden zusätzliche Luftüberwachung, Patrouillenflüge und Flugabwehrsysteme – je nach den Möglichkeiten der Partner. Generalstabschef Admiral Eftimow stehe dazu in Kontakt mit dem Nato-Oberbefehlshaber in Europa, General Grynkewich. Derzeit sichern laut Stojanow eigene Kampfjets und etwas veraltete Flugabwehrraketen den Luftraum; die Abwehr sei im Osten des Landes konzentriert.
Zur Herkunft der Drohnen, die zuletzt Handelsschiffe im Schwarzen Meer getroffen hatten, warnte Stojanow erneut vor voreiligen Schlüssen. Auf dem Frachter „Able“ hätten Soldaten keine Drohnenreste gefunden, möglicherweise lägen sie im Unterwasserteil, sagte er laut 24 Chasa. Vom beschädigten Frachter „Chelsea 3“ in Burgas erhofft er sich eine gründliche Untersuchung, die Militärstaatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Quellen
- BTA, Рано е да се коментира какво точно ще ни бъде предоставено от НАТО, 18.10.2026
- bTV, Димитър Стоянов: Очакваме тази седмица яснота каква военна подкрепа ще получим от НАТО за Черно море, 18.10.2026
- 24 Chasa, Стоянов: Няма следи от дронове на „Ейбъл“, 18.10.2026
- BNT, Димитър Стоянов: Идват самолети на НАТО над Черно море, 18.10.2026
