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Banaszak bei der Grünen Jugend: Rot-Grün-Rot muss Streit um Antisemitismus vorher klären

Grünen-Chef Banaszak wünscht dem Berliner Linksbündnis Erfolg, verlangt aber klare Absprachen vorab. Sonst halte das Projekt „nicht fünf Jahre“. Bei der Parteijugend in Leipzig stieß er auch auf Kritik.

Felix Banaszak (Archivbild)

Archivbild · Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Grünen-Chef Felix Banaszak hat beim Bundeskongress der Grünen Jugend in Leipzig gefordert, strittige Fragen vor einer Koalition von Linken, Grünen und SPD in Berlin zu klären. Als Konfliktfeld nannte er laut dpa den Umgang mit Antisemitismus und die Haltung zu Israel. Ohne Klärung werde das Projekt „nicht fünf Jahre stabil halten“. Mit Blick auf die Folgen eines solchen Bündnisses sagte er: „Stellt euch vor, was in diesem Land los ist, wenn dieses Bündnis gebildet wird und dann an inneren Widersprüchen zerbricht.“

Banaszak wünschte den möglichen Partnern zugleich Erfolg. Die Kampagne gegen die Linke komme von der CDU und ihrem Umfeld, wirke aber nur, wenn sie einen wahren Kern habe. Er hätte sich gewünscht, dass die Linke ein Problem in den eigenen Reihen anerkenne. Viel Applaus bekam er laut t-online für die Forderung, die Sorgen von Jüdinnen und Juden ernst zu nehmen. Zugleich warb er dafür, die Zusammenarbeit mit der CDU nicht pauschal auszuschließen, und nannte Hendrik Wüst und Daniel Günther als Unionspolitiker, die an der Brandmauer zur AfD festhalten wollten.

Beim Parteinachwuchs stieß das teils auf Widerspruch. Der wiedergewählte Co-Vorsitzende Luis Bobga sagte, es sei nicht Aufgabe der Parteijugend, die CDU in der demokratischen Mitte zu halten. Ob in Berlin Koalitionsverhandlungen beginnen, entscheiden die Parteigremien.

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