Jemen: Huthis beschießen Präsidentenpalast in Aden – fünf Tote
Erstmals in diesem Konflikt haben die Huthis den Sitz der international anerkannten Regierung in Aden angegriffen. Teheran weist Vorwürfe Riads zurück und bietet Vermittlung an.
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Die jemenitische Huthi-Miliz hat den Präsidentenpalast al-Maaschik in Aden mit Raketen angegriffen, den Sitz der von Saudi-Arabien gestützten, international anerkannten Regierung. Nach Angaben des jemenitischen Gesundheitsministers wurden fünf Menschen getötet und 16 verletzt. Informationsminister Moammar al-Eryani erklärte, der Ministerpräsident und die Kabinettsmitglieder seien in Sicherheit. Es war laut Reuters der erste Angriff auf den Palast im aktuellen Konflikt zwischen den Huthis und Saudi-Arabien. Huthi-Militärsprecher Yahya Saree sprach von einem Angriff auf das „Hauptquartier saudischer Militäroperationen“ in Aden; unabhängig überprüfen ließ sich das nicht.
Am Freitagabend schlugen nach Polizeiangaben zudem zwei Raketen am Flughafen von Aden ein, Opfer wurden nicht gemeldet. Die saudisch geführte Koalition meldete laut CBS News den Abschuss einer ballistischen Rakete, zweier Marschflugkörper und dreier Drohnen. Nach Angaben der Koalition griffen die Huthis den Flughafen von Riad allein in diesem Monat 20-mal an, dabei wurden laut Reuters 17 Menschen getötet. Irans Außenministerium wies saudische Vorwürfe einer Beteiligung zurück und bot an, zu vermitteln.
