Bend: Lehrerin stellte sich dem Schützen entgegen – Polizei lobt ihren Einsatz
Nach dem Angriff auf eine Grundschule in Oregon mit vier Toten nennen Ermittler neue Details: Eine Lehrerin rang mit dem 16-jährigen Angreifer, ein Anwohner stoppte ihn mit Schüssen.

Symbolbild · Foto: Robert Ashworth from Bellingham, WA., USA / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Nach den tödlichen Schüssen an der Silver-Rail-Grundschule in Bend (Oregon) haben die Ermittler neue Einzelheiten genannt. Alle Opfer wurden laut CBS News im selben Klassenzimmer nahe dem Eingang getroffen. Getötet wurden drei Kinder und eine Lehrerin; ein weiteres Kind und eine Lehrkraft liegen in kritischem Zustand im Krankenhaus. Eine andere Lehrerin warf nach Polizeiangaben ihr Handy nach dem Angreifer, brachte ihn zu Boden und versuchte, ihm die Waffe zu entreißen; sie blieb unverletzt. Sie habe „mit ziemlicher Sicherheit“ geholfen, weiteres Blutvergießen zu verhindern, sagte Polizeichef Mike Krantz.
Der mutmaßliche Täter, ein 16-Jähriger, war ein früherer Schüler der Schule und nicht mehr im Bezirk eingeschrieben. Ein bewaffneter Anwohner, dessen Kinder die Schule besuchen, stoppte ihn mit Schüssen; der Jugendliche kam dabei ums Leben. Die Familie des Mannes erklärte, er wolle den Einsatzkräften, dem Schulpersonal und der Gemeinde danken. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen gegenüber CBS News benutzte der Jugendliche eine Schrotflinte aus seinem familiären Umfeld; laut Polizei trug er noch 44 Patronen bei sich. Ein Motiv nannte die Polizei nicht, FBI und die Waffenbehörde ATF unterstützen die Ermittlungen. Die Schulen des Bezirks Bend-La Pine sagten am Freitag Unterricht und Sportveranstaltungen ab; am Abend zuvor hatten sich Hunderte in einem Park zum Gedenken versammelt.
