Zuckerangabe auf dem Etikett: Bei Joghurt und Keksen greifen Kunden zu weniger Süßem
Eine Studie der Penn State zeigt: Seit in den USA zugesetzter Zucker auf der Packung stehen muss, ist die Nachfrage nach besonders zuckerreichen Produkten gesunken.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Steht auf der Verpackung, wie viel Zucker zugesetzt wurde, greifen Kundinnen und Kunden seltener zu besonders süßen Produkten. Zu diesem Ergebnis kommen Agrarökonomen der Pennsylvania State University (Penn State) in einer Studie in der Fachzeitschrift „Agribusiness“, die die Universität am 16. Oktober vorstellte. In den USA müssen große Hersteller den zugesetzten Zucker seit 2020 in der Nährwerttabelle angeben, kleinere seit 2021.
Die Forschenden werteten Kassendaten von NielsenIQ aus den Jahren 2015 bis 2020 aus 3528 Märkten aus – zu 312 Joghurtprodukten von sieben Marken und 430 Keksprodukten von 15 Marken. Nach Einführung des neuen Etiketts wählten Käufer seltener Produkte mit viel zugesetztem Zucker. Laut dem Modell der Forscher wäre der Zuckerkonsum ohne das Etikett bei Joghurt um etwa 4 Prozent und bei Keksen um etwa 11 Prozent höher gewesen.
„Das neue Etikett hat diese Unterscheidung zum ersten Mal sichtbar gemacht“, sagte Mitautor Yizao Liu. Den Berechnungen zufolge würde eine Steuer nur auf zugesetzten Zucker dessen Konsum etwa so stark senken wie eine breitere Steuer auf jeglichen Zucker. Ernährungsempfehlungen für Einzelne enthält die Studie nicht.
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