Anthropic-Studie: KI-Agenten arbeiten sechsmal so viele Stunden wie die Belegschaft
Der KI-Konzern hat ausgewertet, wie Agenten die eigene Firma verändern. Der Anteil von Berufseinsteigern bei technischen Neueinstellungen fiel von 27 auf 9 Prozent.

Archivbild · Foto: TechCrunch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der KI-Entwickler Anthropic hat in einem Bericht mit dem Titel „How employment is changing at Anthropic“ untersucht, wie KI-Agenten die eigene Belegschaft verändern. Demnach übertrafen die Arbeitsstunden der Agenten im März 2026 erstmals die der Menschen; im August arbeiteten sie bereits sechsmal so viele Stunden wie die Mitarbeiter, die sie steuern. Anthropic-Ökonom Peter McCrory zufolge könnte die eigene Firma ein „Frühindikator“ für Veränderungen in der Wirtschaft sein.
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel bei Berufseinsteigern: Ihr Anteil an den Neueinstellungen in technischen Abteilungen sank von 27 auf 9 Prozent, ihr Anteil an diesen Abteilungen insgesamt von 21 Prozent Anfang 2025 auf 14 Prozent. Technische Abteilungen machen nur noch 56 statt 61 Prozent der Belegschaft aus. Mitarbeiter sähen ihre Arbeit zunehmend darin, „Teams von Claudes“ zu führen, schreiben die Forscher.
In einer Umfrage erwarten 91 Prozent der Beschäftigten bis 2030 eine Entdeckung auf Nobelpreis-Niveau durch KI – unter US-Erwachsenen sind es 39 Prozent. 95 Prozent rechnen zugleich damit, dass die Belegschaft von Anthropic in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst. Anthropic betont, dass es sich um persönliche Erwartungen handelt, nicht um Firmenpläne.
