Bulgarien: Wohnungskredite wachsen um 26,4 Prozent – Darlehen in Sofia bis 180.000 Euro
Obwohl weniger Immobilien den Besitzer wechseln, nehmen Bulgaren immer mehr Hypotheken auf. Treiber sind laut einer Analyse vor allem die steigenden Immobilienpreise.

Symbolbild · Foto: WikiPhilPa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Vergabe von Wohnungsbaukrediten in Bulgarien ist im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 26,4 Prozent gestiegen, obwohl die Aktivität am Immobilienmarkt unter dem Vorjahresniveau blieb. Das geht aus einer Analyse des Kreditvermittlers Credit Manager hervor, die die Nachrichtenagentur BTA veröffentlichte. Die Zahl der vertraglichen Hypotheken stieg auf 15.482, ein Plus von 13 Prozent zum Vorquartal und 9,8 Prozent zum Vorjahr.
Die durchschnittliche Kreditsumme liegt in Sofia inzwischen bei 170.000 bis 180.000 Euro, landesweit bei etwa 140.000 Euro. 2025 waren es in der Hauptstadt noch 140.000 bis 150.000 Euro und landesweit 100.000 bis 120.000 Euro. Als Hauptgrund nennt die Analyse die steigenden Immobilienpreise; Kunden schöpften meist den maximalen Kreditrahmen aus und wählten die längste Laufzeit, um die Monatsraten niedrig zu halten. Konsumkredite wuchsen um rund 14,8 Prozent.
