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Militär-Erzbischof: Katholische Soldaten sollen nicht auf Hasan schießen

Erzbischof Broglio verlangt von Katholiken im Erschießungskommando für den Fort-Hood-Attentäter, sich befreien zu lassen. Er fragt: „Wollen wir die Terroristen nachahmen?“

Der für die US-Streitkräfte zuständige katholische Erzbischof Timothy Broglio hat katholische Soldaten aufgefordert, sich nicht an der geplanten Erschießung des Fort-Hood-Attentäters Nidal Hasan zu beteiligen. „Ich verpflichte alle Katholiken, die dem Erschießungskommando zugeteilt werden, darum zu bitten, von dieser Aufgabe befreit zu werden“, erklärte Broglio am Montag, wenige Stunden nach einer Audienz bei Papst Leo XIV. Die geplante Live-Übertragung kritisierte er als „öffentliches Spektakel“: „Wollen wir wirklich die Terroristen dieser Welt nachahmen?“ Er warnte zudem vor „moralischen Verletzungen“ bei den Schützen.

Hasan hatte 2009 in Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt; ein Militärgericht verurteilte ihn 2013 zum Tode. Broglio selbst leitete die Trauerfeier für den einzigen zivilen Toten des Anschlags. Verteidigungsminister Pete Hegseth will die für den 3. Dezember angesetzte Hinrichtung öffentlich machen, „weil die Menschen verstehen müssen, dass solche Taten ernste Konsequenzen haben“. Präsident Donald Trump hat die Erschießung gebilligt. Widerspruch kommt auch von Republikanern: Senatorin Lisa Murkowski sagte, so etwas erwarte sie „von Terroristen und Diktatoren“, Senator Kevin Cramer, die Todesstrafe sei „keine Unterhaltung“.

Die Debatte über die Todesstrafe hält auch in den Bundesstaaten an. In Florida ist für Dienstagmittag (Ortszeit) eine weitere Hinrichtung angesetzt; es wäre die 17. des Bundesstaats in diesem Jahr. Der Verurteilte hat nach Angaben der Initiative Floridians for Alternatives to the Death Penalty auf Rechtsmittel gegen seine Hinrichtung verzichtet.

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