Explosion bei Schulwanderung nahe Libanon-Grenze: Jugendlicher tot, 24 Verletzte
Im Norden Israels ist bei einer Schulwanderung ein Blindgänger explodiert. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein Schüler den Sprengkörper gefunden und in seinen Rucksack gesteckt.

Symbolbild · Foto: ישראל פרקר / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 (zugeschnitten und skaliert)
Bei der Explosion eines Blindgängers während einer Schulwanderung nahe der libanesischen Grenze ist im Norden Israels am Montag ein Jugendlicher getötet worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden 24 Schüler und Erwachsene verletzt, zwei Jugendliche schwer und zehn Menschen mittelschwer. Die Gruppe war am Ramim-Höhenzug in Obergaliläa unterwegs; die Verletzten kamen in Krankenhäuser in Safed, Naharija und Haifa.
Nach Einschätzung der Armee handelte es sich wahrscheinlich um Streumunition der Hisbollah, die in dem Gebiet liegen geblieben war. Laut ersten Ermittlungen, über die die „Times of Israel“ berichtete, soll ein Schüler die Submunition gefunden und in seinen Rucksack gesteckt haben; wenige Minuten später explodierte sie. Die Hisbollah hatte im jüngsten Krieg Grad-Raketen mit solcher Submunition auf Nordisrael abgefeuert, die beim Aufprall oft nicht detoniert.
Polizeichef Danny Levy sagte, die Wanderung sei von den Behörden genehmigt gewesen; Wanderungen in dem Gebiet würden für einige Tage eingeschränkt. Ein Schild des Jüdischen Nationalfonds in der Nähe warnte allerdings wegen „Kriegsschäden“ vor dem Betreten der Waldgebiete. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte Termine ab und besuchte mit Bildungsminister Joav Kisch Verletzte im Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an.
