Berlin --:--Dienstag, 13. Oktober 2026
LIVE
TechnologieNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Technologie ·

Robotaxis: US-Behörde prüft Tesla-Tempo in Schulzonen – Musk stichelt gegen Waymo

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA prüft eine Eingabe, nach der Teslas fahrerlose Taxis in Schulzonen zu schnell fuhren. Musk wirft dem Rivalen Waymo vor, Haustiere zu überfahren.

Symbolbild: Fahrerloses Waymo-Robotaxi in Austin, Texas

Symbolbild · Foto: ajay_suresh / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat am 9. Oktober eine Prüfung eingeleitet, ob sie einer Beschwerde über Teslas Robotaxis nachgeht. Ein ungenannter Petent wirft den Fahrzeugen vor, mit eingeschaltetem automatisiertem Fahrsystem in aktiven Schulzonen das Tempolimit überschritten zu haben; als Belege reichte er drei Videolinks ein. Betroffen sind nach Angaben des Portals The Next Web schätzungsweise 1.000 Fahrzeuge. Unfälle oder Verletzte werden nicht genannt. Es handelt sich ausdrücklich noch nicht um eine förmliche Untersuchung, eine Frist gibt es nicht.

Das Thema Geschwindigkeit bremst Tesla auch in Europa: Deutschland will, dass das Fahrassistenzsystem höchstens zehn Prozent über dem erlaubten Tempo fahren darf, während die niederländische Behörde laut Reuters eine Version mit bis zu 50 Prozent Überschreitung zugelassen hat. Eine EU-weite Abstimmung ist nun frühestens im Dezember möglich.

Tesla-Chef Elon Musk griff derweil den Konkurrenten Waymo an. In einem Livestream am Wochenende nannte er dessen Fahrzeuge „pet destroyers“ (Haustier-Vernichter) und behauptete, Tesla habe die Erkennung schwer sichtbarer Tiere gelöst – Daten dazu legte er nicht vor. Laut NHTSA-Daten, die Business Insider auswertete, meldete Waymo von Juli 2025 bis Juli 2026 mindestens neun Unfälle mit Tieren, Tesla mit seiner kleineren Flotte einen. Die Behörde warnt, dass sich die Zahlen wegen unterschiedlicher Meldungen und Einsätze nur begrenzt vergleichen lassen.

Mehr aus dem Ressort

← Technologie