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Schiffsangriffe: Bulgarien will vor den UN-Sicherheitsrat und fordert Drohnen-Moratorium

Präsidentin Jotowa kündigt an, die Angriffe vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen. Mit Rumänien und der Türkei liegt ein gemeinsamer Text vor, der ein Ende der Kämpfe über dem Schwarzen Meer verlangt.

Iliana Jotowa (Archivbild)

Archivbild · Foto: Bulgarian Presidency / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 bg (zugeschnitten und skaliert)

Nach den neuen Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe vor der Küste will Bulgarien den UN-Sicherheitsrat einschalten. Das kündigte Präsidentin Iliana Jotowa am Dienstagabend an. Dort sei es allerdings schwieriger, weil Russland vertreten sei und wahrscheinlich ein Veto einlegen werde, sagte sie dem Sender Nova. Im Interview mit dem Staatssender BNT sagte Jotowa, der Krieg sei im Schwarzen Meer angekommen, der Konflikt verschärfe sich.

Mit Rumänien und der Türkei sei rasch ein abgestimmter Text ausgearbeitet worden, so Jotowa. Er verlangt ein Moratorium für den Einsatz von Drohnen gegen zivile und kommerzielle Infrastruktur sowie ein Ende aller Kampfhandlungen über dem Schwarzen Meer. Beim EU-Gipfel ab 15. Oktober in Brüssel soll das Schwarze Meer als eigener Sondertagesordnungspunkt behandelt werden. Laut der Zeitung „Sega“ sollen sich die Verteidigungsminister der drei Länder binnen zehn Tagen treffen.

Der Nordatlantikrat der NATO befasste sich am Nachmittag mit den Vorfällen. Nach Jotowas Angaben soll Bulgarien Hilfe bei den Ermittlungen erhalten, darunter Unterwasserdrohnen der EU-Agentur für Seeverkehrssicherheit EMSA zur Untersuchung der Wracks, sowie zusätzliche Überwachung. Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags habe Bulgarien nicht beantragt. Wegen hohen Seegangs sind Untersuchungen derzeit nicht sicher möglich. Von der gesunkenen „HS Dignity“ wurden fünf Seeleute gerettet.

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