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Er tötete, um zu sterben: Florida richtet Häftling hin – 17. Exekution des Jahres

James Robertson hatte 2008 seinen Zellengenossen erwürgt, um ein Todesurteil zu bekommen. Kritiker sehen darin einen Beleg gegen die Abschreckung. Zwei Wochen nach dem Fall Pike geht die Debatte weiter.

Hinrichtungskammer in Florida (Archivbild)

Archivbild · Foto: Florida Department of Corrections/Doug Smith / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Florida hat am Dienstag den 63-jährigen James Robertson hingerichtet. Er wurde im Staatsgefängnis bei Starke mit einer Giftspritze getötet. Robertson hatte 2008 im Gefängnis Charlotte seinen schlafenden Zellengenossen mit zusammengeknoteten Socken erwürgt. Ermittlern sagte er, er habe getötet, um zum Tode verurteilt zu werden, statt den Rest seines Lebens unter harten Haftbedingungen zu verbringen. Er bekannte sich schuldig und verzichtete auf alle Rechtsmittel.

Es war die 17. Hinrichtung in Florida in diesem Jahr; laut AP entfiel damit mehr als die Hälfte der rund 30 US-Exekutionen 2026 auf den Bundesstaat. Für den 20. Oktober und den 5. November sind zwei weitere angesetzt. Gouverneur Ron DeSantis begründet seinen Kurs damit, Angehörigen von Opfern nach Jahrzehnten Gerechtigkeit zu verschaffen. Die Gruppe Floridians for Alternatives to the Death Penalty erklärte dagegen, der Getötete hätte in staatlicher Obhut sicher sein müssen – die Todesstrafe habe hier womöglich genau die Gewalt verursacht, die sie verhindern solle.

Die Hinrichtung fällt in eine aufgeheizte Debatte: Am 30. September hatte in Tennessee Christa Pike eine Hinrichtung überlebt. Sie war für den Mord an Colleen Slemmer 1995 in Knoxville verurteilt worden. Gouverneur Bill Lee setzte danach alle weiteren Hinrichtungen in Tennessee für den Rest des Jahres aus und ordnete eine unabhängige Untersuchung an.

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