Immobilienblasen-Index: Zürich und Tokio mit höchstem Risiko, Frankfurt kühlt ab
Laut UBS Global Real Estate Bubble Index 2026 (Stand 22.09.2026) ist das Blasenrisiko in Zürich und Tokio am höchsten. In Frankfurt liegen die realen Preise fast 25 Prozent unter dem Hoch von 2021.

Archivbild · Foto: Daniel Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wo sind Wohnimmobilien weltweit am stärksten überbewertet? Laut dem „Global Real Estate Bubble Index 2026“ der Schweizer Großbank UBS (veröffentlicht am 22. September 2026) besteht in Zürich das höchste Blasenrisiko unter 23 untersuchten Metropolen, gefolgt von Tokio. Ein erhöhtes Risiko sieht UBS in Miami, Dubai, Seoul, Genf und Lissabon. Ein geringes Risiko attestiert die Studie Paris, London, New York, San Francisco und São Paulo.
Die beiden deutschen Städte im Index, Frankfurt und München, stuft UBS als moderat ein. In Frankfurt sank der Risikowert demnach mit am stärksten in Europa: Die realen, also inflationsbereinigten Preise fielen 2026 weiter und liegen fast 25 Prozent unter dem Höchststand von 2021, während die Mieten weiter steigen. In München gingen die realen Preise langsamer zurück. Die Kosten für Wohneigentum liegen dort laut UBS deutlich über den Mieten – ebenso in Hongkong und Sydney.
Reale Preissteigerungen von rund zehn Prozent binnen eines Jahres verzeichnet die Studie in Seoul, Lissabon, Madrid und Hongkong, Rückgänge in ähnlicher Größenordnung in Vancouver und Toronto. In den meisten Städten übersteigen laut UBS die jährlichen Kosten für Zinsen und Instandhaltung einer neuen 60-Quadratmeter-Wohnung 40 Prozent des Bruttoeinkommens einer hoch qualifizierten Fachkraft. Matthias Holzhey von UBS erwartet, dass länger hohe Finanzierungskosten die Preisanstiege vorerst begrenzen.
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