Silber zu teuer: Bund lässt Sammlermünzen zerstören und neu prägen
Der Metallwert lag zeitweise über dem Nennwert von 20 und 25 Euro. Die Münzen zur Wuppertaler Schwebebahn und zu den Heiligen Drei Königen kommen nun mit 35 und 50 Euro. Kosten: knapp 1,4 Millionen.

Symbolbild · Foto: Nightflyer / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der starke Anstieg des Silberpreises hat den Bund gezwungen, zwei Sammlermünzen vor der Ausgabe vernichten und neu prägen zu lassen. Das geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt; zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet. Betroffen sind die Münzen „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“ und „Heilige Drei Könige“.
Weil der Silberpreis 2025 kräftig gestiegen war, lag der Materialwert der Münzen zeitweise über ihrem Nennwert von 20 beziehungsweise 25 Euro. Sie konnten deshalb nicht wie geplant ausgegeben werden. Die neu geprägten Stücke kommen deutlich später heraus – mit geringerem Silbergehalt und höheren Nennwerten von 35 und 50 Euro.
Die Kosten der Nicht-Ausgabe beziffert Schäfer auf knapp 1,4 Millionen Euro. Steuergeld sei „buchstäblich und fahrlässig geschreddert“ worden, kritisierte der Grünen-Politiker. Das Ministerium rechnet trotz der Schwierigkeiten insgesamt mit einem Münzgewinn für den Bund „im oberen einstelligen Millionenbereich“.
