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Brand auf Rheinmetall-Baustelle in Calden: Polizei prüft linksextremes Bekennerschreiben

Drei Baufahrzeuge gingen am Flughafen Kassel-Calden in Flammen auf. Nun ist im Netz ein „Bekennerschreiben“ aufgetaucht. Hessens Innenminister Poseck spricht von einem „gezielten Angriff“.

Der Flughafen Kassel-Calden (Archivbild)

Archivbild · Foto: Michael32710 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Baustelle des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Flughafen Kassel-Calden prüft die Polizei ein im Internet veröffentlichtes „Bekennerschreiben“. Es erschien nach Polizeiangaben auf einer Plattform, die der Verfassungsschutz als linksextremistisch einstuft. Das Schreiben werde bei den weiteren Ermittlungen „intensiv geprüft“, teilte die Polizei mit. Die Ermittler gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus; zuständig ist der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen.

In der Nacht zum Freitag hatten auf dem Gelände drei Baufahrzeuge gebrannt. Ein Zeuge alarmierte gegen 3.15 Uhr Feuerwehr und Polizei, die Flammen wurden gelöscht. Nach Polizeiangaben wurden auch weitere in der Nähe abgestellte Maschinen beschädigt. Die Ermittler suchen Zeugen, denen zur Tatzeit etwas Verdächtiges aufgefallen ist.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einem „gezielten Angriff“, der eine Radikalisierung der linksextremen Szene zeige. Er verwies unter anderem auf einen Angriff auf ein CDU-Büro in Offenbach im September und frühere Brandanschläge in Kassel, etwa auf vier Bundeswehrfahrzeuge. In Calden sollen ein Logistik- und Ausbildungszentrum sowie ein Testzentrum für Drohnen entstehen; Rheinmetall und das Land Hessen hatten im August Investitionen von mehr als 260 Millionen Euro angekündigt.

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