Cannes-Wettbewerbsfilm „Moulin“: László Nemes' Résistance-Drama läuft in Frankreich
Seit dem 28. Oktober zeigen Frankreichs Kinos „Moulin“ über die letzten Tage des Widerstandskämpfers Jean Moulin – mit Gilles Lellouche und Lars Eidinger als Klaus Barbie.
Foto: John Sears / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Festival de Cannes · youtube.com
Der ungarische Regisseur László Nemes („Son of Saul“) hatte „Moulin“ im Mai im Wettbewerb der 79. Filmfestspiele von Cannes vorgestellt; die Premiere war am 17. Mai. Seit dem 28. Oktober läuft der Film in den französischen Kinos. Er erzählt vom Résistance-Anführer Jean Moulin, der im besetzten Frankreich die Widerstandsgruppen unter Charles de Gaulle einen sollte, verraten wurde und in Lyon in die Hände der Gestapo unter Klaus Barbie fiel. Gilles Lellouche spielt Moulin, Lars Eidinger Barbie, außerdem sind Louise Bourgoin und Félix Lefebvre dabei.
Zum Kinostart veröffentlichte das Festival ein Interview mit Nemes. „Ich wollte, dass der Zuschauer wie einer von Jean Moulins Kameraden ist und seine Qualen und Opfer bezeugt“, sagt er dort (übersetzt). Und: „Wir wollten einen paranoiden Film machen.“ Eidinger habe er gesagt, er solle sein „wie Max von Sydow in Bergmans Filmen“ – Barbie sollte eine „absolute chirurgische Kälte“ behalten statt zur Karikatur zu werden.
Produziert haben Pitchipoï Productions und Montmartre Films mit TF1 Films Production; gedreht wurde auf 35-Millimeter-Film, laut Film New Europe war „Moulin“ in Cannes der einzige Film, der von einer 35-mm-Kopie lief. Der Film dauert 130 Minuten und ist auf Französisch und Deutsch. Einen deutschen Kinostart gibt es bislang nicht. Die 80. Filmfestspiele von Cannes finden vom 11. bis 22. Mai 2027 statt.
