Berlin --:--Samstag, 31. Oktober 2026
LIVE
BulgarienNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Breaking NewsBulgarien ·

Nach Drohnenangriffen: Bulgarien führt Meldepflicht für Schiffe im Schwarzen Meer ein

Jedes Schiff muss sich zwei Stunden vor der Einfahrt in bulgarische Hoheitsgewässer melden – mit Ladung, Besatzung und Treibstoff. Über dem Meer kreiste zugleich ein US-Seeaufklärer.

Symbolbild: Schiffe im Hafen von Warna

Symbolbild · Foto: Alexey Komarov / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Nach den Angriffen auf Handelsschiffe vor seiner Küste verschärft Bulgarien die Kontrolle im Schwarzen Meer. Die Seebehörden verpflichten per außerordentlicher nautischer Mitteilung alle Schiffe, die bulgarische Hoheitsgewässer durchfahren wollen, genau zwei Stunden vor der Einfahrt einen Sonderbericht zu übermitteln. Hintergrund ist unter anderem der Untergang eines Containerschiffs südöstlich von Warna nach einem Angriff.

Der Bericht muss Name, IMO-Nummer und Flagge des Schiffs, den Einfahrtspunkt mit Koordinaten und geschätzter Uhrzeit sowie den letzten und nächsten Hafen enthalten. Kapitäne müssen die Ladung angeben, vor allem Gefahrgut, Schadstoffe und Gase, außerdem die Zahl der Menschen an Bord sowie Art und Menge von Treibstoff und Schmiermitteln. Technische Defekte sind sofort zu melden. Ab wann und wie lange die Regeln gelten, wurde nicht mitgeteilt.

Am Samstag überwachte zudem ein Seeaufklärer der US-Marine vom Typ Boeing P-8A Poseidon das westliche Schwarze Meer und flog mehrere große Kreise östlich der bulgarischen Küste. Solche Flüge dienen der Ortung von Schiffen und möglichen Bedrohungen für die Schifffahrt.

Mehr aus dem Ressort

← Bulgarien