„Gen Z“-Demo am Brandenburger Tor: Die Organisation zerfällt
Keine Bühne, keine Ordner, keine Redner: Laut Tagesspiegel haben fast alle Aktivisten die Initiative für den Berliner Protest am 31. Oktober verlassen. Die Polizei sieht keine Belege für extremistische Steuerung.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Wenige Tage vor dem geplanten Jugendprotest am 31. Oktober vor dem Brandenburger Tor bröckelt die Organisation in Berlin. Nach Recherchen des „Tagesspiegels“ ist außer der Anmeldung bei der Versammlungsbehörde kaum etwas geregelt: Es gibt keine gebuchte Bühne, keine Ordner und keine Rednerliste. Alle bisher beteiligten Aktivisten haben die Initiative „Gen Z regelt“ verlassen; übrig ist demnach nur eine Organisatorin. Über einen Spendenlink kamen mehr als 11.000 Euro zusammen, was mit dem Geld geschieht, ist unklar. Ein früheres Komiteemitglied begründete seinen Rückzug damit, dass ein gemeinsamer „friedlicher Rahmen“ nicht mehr bestehe.
Geplant sind Proteste nach französischem Vorbild in 23 deutschen Städten, meist ab 14 Uhr. Die Berliner Polizei erklärte schriftlich, „belastbare Erkenntnisse über eine gezielte extremistische Einflussnahme“ lägen derzeit nicht vor, auch wenn linke Gruppen ebenfalls mobilisierten. Die Berliner Sicherheitsbehörden sehen den Samstag laut der Zeitung relativ gelassen; in linken Kreisen rechnet man mit ernsteren Auseinandersetzungen, wenn überhaupt, eher am Halloween-Abend. Der Bundesschülerausschuss hatte sich wegen undurchsichtiger Strukturen von den Aufrufen distanziert.
