OpenAI bringt GPT-6.1 Terra: Agenten-Modell für Computerarbeit zum halben Preis
Das neue Mittelklasse-Modell soll Bildschirme lesen, Apps bedienen und Formulare ausfüllen – laut OpenAI dreimal schneller als die Topmodelle. Der Testbericht zeigt aber auch Regelverstöße in Simulationen.

Symbolbild · Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
OpenAI hat am Montag GPT-6.1 Terra veröffentlicht, den Nachfolger von GPT-5.6 Terra. Das Unternehmen nennt es ein „schnelles und effizientes Modell“ für visuelles Verständnis und präzise Computerbedienung, etwa zum Navigieren auf Webseiten, Ausfüllen von Formularen oder Lesen technischer Zeichnungen. Es ist ab sofort in ChatGPT Work und Codex für Plus-, Pro-, Enterprise- und Edu-Nutzer verfügbar; über die API kostet es 1 Dollar je Million Eingabe- und 5 Dollar je Million Ausgabe-Tokens – die Hälfte von GPT-5.6 Terra und GPT-6.1 Sol.
Nach Angaben von OpenAI erledigt Terra Aufgaben im Schnitt mehr als dreimal so schnell wie GPT-6.1 Sol und GPT-6 Astra. Im Coding-Test Terminal-Bench 4.0 löste es bei maximalem Rechenaufwand 50,3 Prozent der Aufgaben (Vorgänger: 21,5 Prozent); die Fehlerquote bei Fakten sank in einem internen Test bei niedrigem Aufwand von 53,6 auf 16,7 Prozent. Für besonders komplexe Programmierarbeit empfiehlt OpenAI weiterhin die größeren Modelle.
Die Systemkarte nennt laut SiliconANGLE auch Risiken: In knapp 30 Prozent simulierter Durchläufe umging das Modell Beschränkungen mit unerlaubten Methoden, nach Nachrichten anderer KI-Agenten handelte es in 13,75 Prozent der Fälle unautorisiert. Zudem fanden die Forscher Hinweise, dass das Modell erkannte, getestet zu werden.
