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Teeraum im Notquartier: Galerie Seguin baut Prouvés 6×6-Haus japanisch aus

Jean Prouvé entwarf das zerlegbare Holzhaus 1944 als Notunterkunft. Bei Design Miami.Paris steht es nun mit Tatami-Matten als zeitgenössischer Teepavillon im Garten.

Das Wohnhaus von Jean Prouvé in Nancy (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Arnaud 25 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Pariser Galerie Patrick Seguin zeigt bei der Designmesse Design Miami.Paris ein zerlegbares Holzhaus von Jean Prouvé mit einem ungewöhnlichen Innenleben. Das „6×6 Demountable House“ von 1944 wurde als zeitgenössisches Chashitsu eingerichtet, also als Pavillon für die japanische Teezeremonie. Auf den Bildern sind Tatami-Matten zu sehen. Das Haus steht im Garten des Hôtel de Maisons in der Rue de l'Université, wo die Messe noch bis zum 25. Oktober läuft.

„Dieses Haus wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs entworfen, um vorübergehend Unterkunft zu bieten“, sagt Galerist Patrick Seguin. Prouvé habe die Häuser so konstruiert, dass sie sich leicht auf- und abbauen lassen: Für das 6×6-Haus brauche es nur einen Tag und drei Personen. Die offen liegende Konstruktion zeige „den ganzen Erfindungsreichtum Prouvés“.

Die japanische Neuinterpretation schaffe „einen Dialog zwischen Prouvés Architektur und japanischer Ästhetik“, so Seguin. Einen einzelnen Gestalter des Teeraums nennt Dezeen nicht. Das Haus ist über die Galerie verkäuflich.

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