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Studie in „Science“: Microsofts Diagnose-KI liegt bei schweren Fällen vor Allgemeinärzten

Microsofts KI-System MAI-DxO stellte in einer Studie 83 Prozent komplexer Fälle richtig fest, Allgemeinmediziner 22 bis 36 Prozent. Der Test war simuliert – nun folgt eine Klinikstudie in Boston.

Archivbild: Mustafa Suleyman, Chef von Microsoft AI

Archivbild · Foto: Christopher Wilson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Microsofts KI-Sparte hat die Ergebnisse ihres Diagnosesystems MAI-DxO im Fachjournal „Science“ veröffentlicht. Das System befragt wie ein Arzt Schritt für Schritt, ordnet Tests an und stellt dann eine Diagnose. Bei 304 schwierigen Fallberichten aus dem New England Journal of Medicine lag es nach Microsoft-Angaben in 83 Prozent der Fälle richtig. Allgemeinmediziner kamen ohne Hilfsmittel auf 22 Prozent, mit Nachschlagewerken auf 36 Prozent.

Bei Fällen aus einer Notaufnahme-Datenbank erreichte MAI-DxO demnach 80 Prozent, Ärzte 47 Prozent. Microsoft gibt zudem an, das System habe dabei geringere Kosten für Untersuchungen verursacht. Gegenüber einer Vorabveröffentlichung von 2025, die 85,5 Prozent nannte, fällt der Spitzenwert etwas niedriger aus. Microsoft-AI-Chef Mustafa Suleyman sieht darin einen Schritt zu einer „medizinischen Superintelligenz“.

Crypto Briefing weist darauf hin, dass die Tests simuliert waren und mit Allgemeinmedizinern statt Fachärzten verglichen wurde. Als Nächstes ist eine Studie mit dem Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston geplant, bei der Patienten direkt mit dem System sprechen. Vor einem breiten Einsatz stehen laut Microsoft klinische Prüfung und Zulassungsfragen.

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