Love-Scamming: Ghanas Polizei warnt vor falschen Partnern mit Reiseangeboten
Betrüger geben sich als Partner oder Freunde im Ausland aus, kassieren für Reisepapiere und lassen Opfer ohne Dokumente stranden. Auch der philippinische Zoll warnt vor Liebesbetrug.

Symbolbild · Foto: Santeri Viinamäki / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
In Ghana warnt die Polizei vor einer wachsenden Betrugsmasche, die mit Gefühlen beginnt. Wie der Direktor der Anti-Menschenhandels-Einheit der ghanaischen Polizei, Superintendent William Ayariga, am 22.10.2026 in der Radiosendung „Citi Breakfast Show“ sagte, wie Rainbow Radio berichtete, geben sich Täter als Liebespartner, enge Freunde oder vertraute Bekannte im Ausland aus. Haben sie das Vertrauen gewonnen, verlangen sie hohe Summen für Reisepapiere, Arbeitsgenehmigungen oder Vermittlungsgebühren – oft noch bevor die Opfer Ghana verlassen. Anschließend würden die Betroffenen teils in andere westafrikanische Länder gelockt, wo man ihnen bei der Ankunft die Papiere abnehme. „Die Betrugsfälle mit Auslandsreisen nehmen zu“, sagte Ayariga. Die Polizei rät, Reise- und Jobangebote vor jeder Zahlung bei zugelassenen Agenturen zu prüfen; Fallzahlen nannte sie nicht.
Auch auf den Philippinen häufen sich Fälle von Liebesbetrug, dort mit angeblich festgehaltenen Paketen. Wie der Chef der Zollbehörde (Bureau of Customs), Ariel Nepomuceno, laut der Zeitung Daily Tribune am 19.10.2026 sagte, gehen bei seiner Behörde mehr als 70 Meldungen pro Monat von betroffenen Frauen ein. Früher seien vor allem ältere Menschen Opfer geworden, inzwischen zunehmend Frauen in ihren 30ern und 40ern. In Extremfällen gingen die Verluste in die Millionen Pesos: Eine 80-Jährige verlor nach Behördenangaben 9 Millionen Pesos an einen Betrüger, der sich als Elon Musk ausgab.
Das Muster ist laut Zoll stets ähnlich: Die Täter bauen über soziale Netzwerke und Dating-Apps eine scheinbare Liebesbeziehung auf, schicken kleine Aufmerksamkeiten und kündigen dann wertvolle Geschenke wie Schmuck an. Anschließend heißt es, die Sendung hänge beim Zoll fest – gegen eine Gebühr von 1000 Dollar oder mehr. „Da das Opfer glaubt, in einer echten Beziehung zu sein, überweist sie das Geld auf das angegebene Konto“, sagte Nepomuceno. Die Behörde rät, Zölle nur über zugelassene Banken oder offizielle Regierungsportale zu zahlen und nie auf private Konten oder mobile Geldbörsen.
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