Kleinere Schaltungen für Quantenrechner: Google lobt 150.000 Dollar Preisgeld aus
In einem Kaggle-Wettbewerb sollen Teams Quantenschaltungen für Fusionsforschung, Optimierung und Chemie verkleinern – mit weniger Gattern und Qubits.

Symbolbild · Foto: FMNLab / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Googles Quantenforschungssparte hat einen Wettbewerb gestartet, der nützliche Quantenrechner schneller in Reichweite bringen soll. Auf der Plattform Kaggle sollen Teams Quantenschaltungen so verkleinern, dass sie mit weniger Rechenoperationen, sogenannten Gattern, und weniger Qubits auskommen, ohne an Genauigkeit zu verlieren. Der Wettbewerb ist auf KI-Systeme ausgerichtet, die Änderungen vorschlagen, prüfen und weitere Einsparungen suchen. Google stellt Ausgangsschaltungen, Prüfprogramme und die quelloffene Software kickmix bereit, die solche Schaltungen auf herkömmlichen Computern per Zufallstests überprüft – nach Unternehmensangaben mit 60 Milliarden Gattern pro Sekunde auf einem einzigen Prozessorkern. Das liefert eine hohe Sicherheit, aber keinen exakten Beweis der Korrektheit.
Drei Aufgaben stehen zur Wahl: eine Quantenversion der schnellen inversen Quadratwurzel für Plasmasimulationen in der Trägheitsfusion, eine Schaltung zur Decodierung von Reed-Solomon-Codes für Optimierungsprobleme sowie eine effizientere Beschreibung des Eisen-Molybdän-Cofaktors FeMoCo, des aktiven Zentrums des Enzyms Nitrogenase, das für die Chemie der Düngemittel als Schlüsselproblem gilt. Insgesamt gibt es 150.000 Dollar zu gewinnen, davon 50.000 für Platz eins. Ein Zwischenpreis wird am 20. November vergeben, die Wertung für das längste Führen läuft bis 4. Januar 2027. Google erklärte laut The Quantum Insider, eigene interne Versuche hätten bereits bessere Schaltungen als bisher veröffentlicht ergeben.
