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Chipfabriken ohne China-Magnete? TSMC fragt Zulieferer nach Motoren ohne Seltene Erden

Der weltgrößte Auftragsfertiger will seine Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden senken. Die Gespräche mit Ausrüstern stehen laut Reuters noch am Anfang.

Archivbild: Lastwagen an der TSMC-Fabrik Fab 18 im Southern Taiwan Science Park, Mai 2025

Archivbild · Foto: 4300streetcar / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der taiwanische Chiphersteller TSMC sucht nach Wegen, seine Fabriken unabhängiger von chinesischen Seltenen Erden zu machen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Personen berichtete, hat der weltgrößte Auftragsfertiger seine Ausrüster gefragt, ob die Motoren in den Automatisierungsanlagen seiner Werke durch Varianten ohne Seltene Erden ersetzt werden können. Die Gespräche befinden sich demnach in einem frühen Stadium, eine breite Einführung gibt es noch nicht. Hintergrund: Dauermagnete aus Seltenen Erden treiben viele bewegliche Teile in Industrieanlagen an. Fehlen Ersatzteile, könnten Wartung, Reparatur oder Ausbau der Produktion schwieriger werden.

China dominiert den Markt: Laut Zahlen der Internationalen Energieagentur und des US Geological Survey, die Tom's Hardware zitiert, entfallen auf das Land rund 70 Prozent des Abbaus, etwa 90 Prozent der Raffination und rund 95 Prozent der fertigen Dauermagnete. Peking hatte im April 2025 Exportlizenzen für sieben Seltene Erden und daraus gefertigte Magnete eingeführt; eine im Oktober 2025 angekündigte Ausweitung wurde zunächst bis zum 10. November 2026 ausgesetzt und inzwischen um weitere 90 Tage verlängert. Als Alternativen kommen Asynchronmotoren, Reluktanzmotoren oder Motoren mit Ferritmagneten infrage – jeweils mit Nachteilen bei Effizienz, Größe oder Präzision.

Taiwan arbeitet parallel an eigener Versorgung: Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin hatte im Februar angekündigt, das Forschungsinstitut ITRI solle binnen drei Jahren eine Pilotlinie aufbauen, die etwa die Hälfte des heimischen Bedarfs an Seltenen Erden decken könnte. Für TSMC war es eine ereignisreiche Woche: Laut Benzinga kamen beim Bau des Werks in Kaohsiung am Dienstag vier Arbeiter ums Leben, TSMC stoppte daraufhin Stahlbauarbeiten an mehreren Baustellen in Taiwan. Die Ratingagentur Moody's stufte die Bonität des Konzerns am Mittwoch auf Aa2 herauf.

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