Great Koala National Park: Australiens großes Koala-Schutzgebiet ist beschlossen
Nach mehr als zehn Jahren Kampagne hat das Parlament von New South Wales einen rund 478.000 Hektar großen Nationalpark geschaffen. Dort leben laut Umweltverbänden rund 12.000 Koalas.
Foto: Till Niermann / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
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An der Ostküste Australiens entsteht eines der größten Schutzgebiete für Koalas. Das Parlament des Bundesstaats New South Wales hat am 23.10.2026 das Gesetz für den Great Koala National Park verabschiedet, wie der Sender ABC berichtete. Allein die zweite Kammer debattierte mehr als 14 Stunden und rund 160 Änderungsanträge. Der Park an der Mid North Coast zwischen Kempsey und Grafton umfasst etwa 478.000 Hektar und ist damit der zweitgrößte Nationalpark des Bundesstaats. Er verbindet bestehende Nationalparks mit mehr als 178.000 Hektar bisherigen Staatswalds und Kronlands.
Nach Angaben des Nature Conservation Council NSW leben in dem Gebiet schätzungsweise 12.000 Koalas, 36.000 Riesengleitbeutler und mehr als 100 bedrohte Arten. Laut WWF-Australia erstreckt sich der Park rund 150 Kilometer lang und 40 Kilometer breit von der Küste bis zur Great Dividing Range. Geplant sind neue Wanderwege und Campingplätze, zugleich strenge Auflagen für empfindliche Ökosysteme. „Dies ist ein entscheidender Moment für den Naturschutz in New South Wales“, sagte Umweltministerin Penny Sharpe. Stuart Blanch von WWF-Australia sprach von Naturschutz „in dem Maßstab, den die Natur braucht“.
Der Weg dahin war lang: Die Labor-Partei war mit dem Vorhaben 2015 und 2019 zur Wahl angetreten, erst nach dem Regierungswechsel 2023 kam es voran. Für das Ende des Holzeinschlags in den Staatswäldern wurde ein Kohlenstoffprojekt genehmigt, das die Bundesbehörde Clean Energy Regulator am 22.10.2026 registrierte. Die Holzbranche kritisiert die Folgen: Der Verband Timber NSW spricht von schleichenden Auswirkungen, die staatliche Forstgesellschaft kündigte im Juli mehr als 30 Stellenstreichungen in Coffs Harbour an. Umweltgruppen fordern weitere Schritte, darunter Mitverwaltung durch Aborigines und eine mögliche Prüfung als Welterbe.
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