Sturmtief „Luise“: Zwei Schwerverletzte und Bahnchaos – nächster Sturm naht
In Nastätten stürzt ein Gerüst um, zwei Menschen werden schwer verletzt. Oberleitungsschäden bremsen Züge im Westen. Ab Samstagabend rückt Sturmtief „Manja“ mit Starkregen heran.

Symbolbild · Foto: Spielvogel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Sturmtief „Luise“ hat am Freitag vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands Schäden angerichtet. Im rheinland-pfälzischen Nastätten stürzte nahe einem Oktobermarkt ein Gerüst um, vermutlich durch eine Böe. Nach Polizeiangaben wurden zwei Menschen schwer verletzt, einer davon lebensgefährlich; er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. In Lebach im Saarland traf ein Werbeschild einen Fußgänger, der leicht verletzt wurde.
Auch der Bahnverkehr war betroffen: Am Karlsruher Hauptbahnhof stand der Zugverkehr am Abend zeitweise still, nachdem ein Gegenstand die Oberleitung getroffen hatte; später wurden alle Gleise wieder freigegeben. Bei Aachen blieb ein ICE mit 280 Fahrgästen nach einem Oberleitungsschaden liegen und wurde nach Stolberg geschleppt. Umgestürzte Bäume blockierten Strecken unter anderem bei Neuss. Im Saarland zählte die Polizei bis zum Abend 59 sturmbedingte Einsätze.
Am Samstag zieht „Luise“ Richtung Ostsee und Dänemark ab, tagsüber lässt der Wind nach. Ab dem Abend nähert sich von Westen das nächste Sturmtief „Manja“. In der Nacht zum Sonntag ist kräftiger Regen möglich, regional in unwetterartigen Mengen. An der Nordseeküste werden am Sonntag Böen bis 100 km/h erwartet, in Hamburg ist eine Sturmflut möglich.
